Die letzte Frage

Schauspiel von Jarg Pataki nach dem Roman von Ágota Kristóf „Das große Heft“ mit der Seniorentheatergruppe „die methusalems“

Kristófs „Das große Heft“ dient als Vorlage für eine besondere Adaption mit den „methusalems“, die nach der erfolgreichen Inszenierung von „Das Himbeerreich“ ihre künstlerische Arbeit als Laien mit dem Regisseur Jarg Pataki fortsetzen.

Wir sehen in „Die letzte Frage“ ein in weite Zukunft verlagertes Klassentreffen alter Menschen. Sie durchlaufen noch einmal – sich an frühere Zeiten erinnernd – Fragmente ihrer ehemaligen Ausbildung, die der Überwindung menschlicher Triebhaftigkeit diente und eine Anthropologie etablierte, die zwar auf Empathie, nicht aber auf Sentimentalität und Mitleid beruht.

Wir fragen uns in diesem Prozess: Ist sie gelungen? Bei allen? Gibt es Ausnahmen? Befreit sie auch von der Angst vor dem Tod, indem sie ihn zum schönsten Erlebnis auf Erden erklärt? Oder ist alles nur eine große Lüge?

Wie in Ágota Kristófs Werk stellt sich auch hier im Kontrast zwischen dem im Leiden Verhafteten und der Gruppe, die Schmerz und Angst überwunden zu haben scheint, die große Frage: Ist der Mensch überhaupt dafür gemacht, seine Kreatürlichkeit zu überwinden?

Regie: Jarg Pataki / Bühne: Caroline Stauch / Kostüme: Sabina Moncys / Dramaturgie: Sascha
Flocken / Mit: Mechthild Blum, Gisela Braun, Hannelore Burger, Miejef Callens, Heide Cerny,
Ingrid Frey, Renate Gimmi, Marlene Krämer, Harald Jeske, Jochen Loh,
Thomas Schelenz, Markus Simon

PREMIERE: Freitag, 16. Januar 2015, 20 Uhr, Kleines Haus

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Foto: Maurice Korbel

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